SFU Press

Neu:
Sigmund Freud University
Press - Schriften zur
Vermögenskultur


Thomas Druyen:
Happy Princes.
The Empowerment of
Wealthibility.

World Premiere:
Wealthibility
- a Philosophy for the
Responsibility of the
Super-Rich and a
Consideration of Values


Thomas Druyen:
Die Zukunft des Alters



Thomas Druyen (Hg.),
Petra Krimphove:
Philanthropen im Auf-
bruch. Ein deutsch-
amerikanischer
Vergleich.


 

Glossary (currently available in German only)

Vermögenskultur*
Vermögenskultur ist die Förderung und Pflege von materiellen und immateriellen Werten, von Beziehungen und Netzwerken zum Schutze der individuellen, familiären, gesellschaftlichen und globalen Zukunftsfähigkeit.

Vermögensforschung*
Die universitäre Vermögensforschung beschäftigt sich auf anonymisierter, quantitativer Ebene mit jener Klientel von Vermögenden, die oberhalb eines Kapitalvolumens von 500.000 und bis zu 50 Mio. US-Dollar verfügt. Neben den von der bisherigen Reichtumsforschung fokussierten Fragen nach der Verteilung ökonomischen Kapitals und deren Gerechtigkeit, analysiert die Vermögensforschung auch die Praktiken der Vermögensverwendung. Sie ist in diesem Sinne als empirische Sozialstrukturforschung zu verstehen, deren Fokus auf der Genese und dem Einsatz monetären Vermögens liegt.

Vermögenskulturforschung*
Im Unterschied zur Vermögensforschung handelt es sich bei der universitären Vermögenskulturforschung um handverlesene, qualitative Forschungsarbeiten mit dem Fokus auf kulturellen, sozialen, philanthropischen und religiösen Aspekten. Im Zentrum des Interesses stehen jene Hochvermögenden, die sich oberhalb eines Kapitalvolumens von 50 Mio. US-Dollar (inkl. Milliardäre) bewegen. Die Forschungsinhalte beziehen sich auf die Analyse des gesellschaftlichen Engagements, sozialer Netzwerke sowie auf die Erforschung von Einstellungen und Lebensstilen.

Allgemeine Vermögenskultur*
Die Summe des wertschätzenden Umgangs mit bestimmten immateriellen Vermögenswerten wird unter den Begriff der Allgemeinen Vermögenskultur gefasst. Leitlinien einer solchen Vermögenskultur sind dabei einerseits die Besinnung auf die eigenen Tugenden und Potenziale und andererseits deren Erschließung für den gemeinschaftlichen Nutzen. Von einer Verwirklichung der Allgemeinen Vermögenskultur ist dann die Rede, wenn die verschiedenen Vermögen ineinandergreifen, miteinander vernetzt sind und synergetisch zusammenwirken.

Spezielle Vermögenskultur*
Von der „Königsdisziplin“ der Vermögenskultur kann dann die Rede sein, wenn Geld, Geist und soziale Verantwortung zusammenkommen. Dies ist der Ausgangspunkt der Speziellen Vermögenskultur, die sich mit der Verantwortung einer kleinen Schicht von Hochvermögenden befasst. Hierunter ist Sozialunternehmertum ebenso zu fassen wie die Tradition des philanthropischen Engagements und das ethische Selbstverständnis einer komplexen und vernetzten Welt.

Vermögensethik*
Die moralische Verankerung der Vermögensvorstellungen und die Weiterbildung unserer moralischen Verantwortung wird unter den Begriff der Vermögensethik gefasst. Dieser steht für die positive Beurteilung und Akzeptanz menschlicher Fähigkeiten und Werte sowie den guten Willen, die verschiedenen Vermögen zu schützen und zu fördern. Die Vermögensethik denkt also mehr aus dem Inneren des Menschen heraus und versucht, das Gute anhand seiner Potenziale und deren Verwirklichung zu deuten.



* die Bezeichnungen gehen auf eine Erfindung von Prof. Dr. Thomas Druyen zurück. Der geschützte Ausgangsbegriff war die Vermögenskultur und die weiteren Bezeichnungen sind im Buch „Goldkinder“ zum ersten Mal definiert worden.