SFU Press

Neu:
Sigmund Freud University
Press - Schriften zur
Vermögenskultur


Thomas Druyen:
Happy Princes.
The Empowerment of
Wealthibility.

World Premiere:
Wealthibility
- a Philosophy for the
Responsibility of the
Super-Rich and a
Consideration of Values


Thomas Druyen:
Die Zukunft des Alters



Thomas Druyen (Hg.),
Petra Krimphove:
Philanthropen im Auf-
bruch. Ein deutsch-
amerikanischer
Vergleich.


 

Über unsere Arbeit

Das Ziel des Instituts für Vergleichende Vermögenskultur und Vermögenspsychologie (IVV) ist es, die sozio-kulturellen, psychologischen und ethischen Eigenschaften des Bevölkerungssegments, das über enormen Wohlstand verfügt, zu verstehen und zu vergleichen.

Unser Forschungsrahmen umfasst drei verschiedene, jedoch miteinander verwobene Forschungsstränge:

1. Klassifizierung und qualitative Analyse

Wir sind bestrebt, eine eingehende qualitative und quantitative Beschreibung dieses Bevölkerungssegment zu entwickeln: dies umfasst Demographie, sozioökonomischen Hintergrund, die Art und Weise in der das Vermögen erlangt wurde, psychologische Züge, mentale Gesundheit, Wertesystem, Lebensart, politische und religiöse Überzeugung, Einstellung gegenüber Bereichen wie Bildung, Familie und Altern sowie generelles Weltbild. Während bereits eine große Menge an deskriptiver Forschung sowohl über die generelle Bevölkerung als auch die unterprivilegierten Bevölkerungssegmente vorgenommen wurde, wurde bislang keine signifikante Studie über das Bevölkerungssegment welches über enormen Reichtum verfügt, durchgeführt.

2. Selbstwahrnehmung

Es ist unser Anliegen die Selbstwahrnehmung von Individuen in diesem Bevölkerungssegment zu erforschen. Wie nehmen sie sich selbst wahr, die soziale Kategorie der sie angehören und ihre generelle Situation im Leben? Wie sehen sie sich im Verhältnis zu anderen? Auf welche Faktoren führen sie ihren gesellschaftlichen Status zurück? Erachten sie sich als von Natur aus gleich, oder von Natur aus anders als der Rest der Welt? Kommt es zur Identifikation mit anderen über großes Vermögen verfügende Personen? Gibt es geteilte Unterscheidungen von Subkategorien, die sich auf Basis dessen ergeben, was die enorm wohlhabenden selbst wahrnehmen und kategorisieren? – zum Beispiel „alte“ Reiche versus „neue“ Reiche, Adlige versus Bürgerliche, Klassifizierungen hinsichtlich des (Geschäfts-)Bereiches in dem das Geld gemacht wurde, etc. Wenn sich solche Kategorien ergeben, was halten diese Individuen davon und wo platzieren sie sich selbst in diesem Spektrum?

3. Interkultureller Vergleich

Wir sind daran interessiert, Einstellungen gegenüber sozialer Verantwortung und insbesondere Philanthropie im Bevölkerungssegment zu vergleichen, das über enormes Vermögen verfügt. Inwieweit handeln diese Menschen philanthropisch und was sind ihre Beweggründe für ihren Einsatz? Was sehen sie als den Zweck ihres philanthropischen Einsatzes an? Welchen Nutzen versprechen sie sich von diesen Aktivitäten, sowohl für sich selbst als auch für die Nutznießer dieser Aktivitäten? Sehen sie soziale Verantwortung als einen notwendigen Aspekt des `wohlhabend seins´ an? Fühlen sie sozialen Druck, sich für philanthropische Aktivitäten zu engagieren, entweder von ihrer eigenen sozialen Gruppe oder dem Rest der Welt ausgehend? Sehen sie Philanthropie als Weg die Welt zu verbinden an, oder im Gegenteil als Weg, ihre Abgrenzung, Verschiedenheit oder ihre Überlegenheit zu betonen?

Im Zuge der Erforschung dieser Fragen, hoffen wir Einblick zu bekommen in diese bisher vernachlässigten Bereiche, die wir als entscheidende Faktoren für das Verständnis dafür erachten, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Das Bevölkerungssegment das über enormes Vermögen verfügt, besitzt im wahrsten Sinne des Wortes einen Großteil der Welt in der wir leben. Aufgrund dieser Tatsache und dem sozialen Status der damit einhergeht, verfügen diese Personen auch über einen hohen Grad an sozialem und politischen Einfluss – nicht nur auf lange Sicht, sondern auf einer täglichen Basis, auf das Leben anderer Personen in der Gesellschaft. Aus diesem Grund erscheint es ein unbedingt notwendiges Ziel sozialer Forschung zu sein, ein Modell zu entwickeln, das deren Verhalten und Aktionen beschreibt, kategorisiert und erklärt.